Men of Sonic Gesture

But, as usual, he walked to and fro, and during the day did not pass from out the turmoil of that street.

(E. A. Poe)

Pics by Hendrik Rohlf

Psyche // Lepidoptera

Before I sink into the big sleep I want to hear the scream of the butterfly … We’re gettin’ tired of hangin’ around, waitin’ around with our heads to the ground, I hear a very gentle sound … Come today, come today.

Erlösung durch Architektur // Aus

Aus der Leere tritt der Erlöser wieder ein in die Welt. Die Welt ist das Hinterzimmer einer Bar, in der The Man das Sagen hat. Ein Crumpy White Male, den nur seine besten Freunde Ari Man nennen. Wie ein Gespenst, oder besser wie eine villain in the night, steht Erlöser plötzlich mitten im Raum und entlädt das Magazin einer CZ 75 9mm Luger (also sechzehn Projektile) in den Wanst dieses Früchtens dieser Welt. Ligit! The Man röchelt, hat aber noch die Kraft, sich den kurzen Monolog des Erlösers anzuhören.

(aus: Die alten Filme; KW Berlin. Friendly Fire & Forget)

… thus snapping the chain –

Die Erschöpfung und das Aufhören, das Enden, verschreibt sich einer Insistenz, die sich weder auf eine Transzendenz stimmt, noch den schmerzhaften Aufbruch verleugnet. Sie geht, zuweilen starr, ohne sich im geringsten zu rühren, weg. Solch aufbrechendes Gehen bricht auch zum verlorengegangenen Kind auf … Merkwürdig mutet so der Brief an, den Herman Melville seiner Tochter Bessie vom Pazifischen Ozean aus am 2. September 1860 zukommen lässt. “Diese Vögel haben kein Zuhause, außer einigen wüsten Felsen mitten im Ozean. Sie sehen niemals einen Obstgarten, und kennen den Geschmack von Äpfeln und Kirschen nicht, wie dein kleiner Freund in Pittsfield, Herr Robin Rotkehlchen … Ich hoffe, dass du gut auf Klein Fanny aufpaßt, und daß du, wenn du den Hügel hinaufgehst, so gehst, [hier folgt eine kleine Zeichnung Melvilles, die einen Baum und etwas Gesträuch zeigt, sowie zwei beinah winzige Gestalten, die sich an der Hand halten]  Leb wohl – Papa.” So, als ob es doch möglich sei, die Faust in die flache Hand zu entfalten, wie Johann Georg Hamann dies gefordert hat, und sich die Hände zu reichen. So, als ob es vielleicht den Aufbruch des Vergessens nach nichts mehr verlangte, als eben nach dieser einfachen, singulären und einfältigen Handreichung, das Wagnis dieser unwahrscheinlichen Berührung, die weder führen noch hüten will.

ALH, “… thus snapping the chain – ” in: Gerburg Treusch-Dieter (Hg.), Schuld, Tübingen 1999

Four Years of HER

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In 2015 HER was published by Konterfei (Vienna) in a limited edition of 200 copies. Cover Design by Caprice Crawford & Theo Ligthart. Publishing concept by Robert Jelinek & Elena Henrich. Broderie anglaise // Lochstickerei by Frau Luckhardt.

Andreas L. Hofbauer

Das Haus mit den lachenden Fenstern // The house with the laughing windows

René Luckhardt

Der Stoff, aus dem Großmütter sind // The stuff grandmothers are made of

Hermetic Experimental Research

A laboratory talk by René Luckhardt and
Andreas L. Hofbauer with Andreas L. Hofbauer and
René Luckhardt.

LS

“Die Mehrzahl derer, mit denen wir im Gespräch sind, sind ohnehin längst tot.”

 

Johann der Posthume 2nd First

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The incompareable book of Jason Schwartz is out now. Diaphanes Forward Edition. Translated by ALH. Get your copy here.

Find a review here.

{Photo by Marius Mittag}

 

 

 

X für A

{Photo by Katharina Copony}

Modellierung eines Engels

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Catalogue for the exhibition 5 is a different 1 by Réne Luckhardt at Galerie Bernd Kugler (Innsbruck / AUT). (Opening June 14th, 2018. 6 pm)

Luckhardt’s paintings are the artistic approach to a photograph of underground icon Marjorie Cameron (1922-1995). The Californian actress, visual artist, poet and occultist was and is the enigmatic protagonist of a counterculture whose influence can still be felt today. Luckhardt’s paintings dissect the black-and-white photograph of hers into innumerable variants. Inconspicuous details oft he photograph are transformed into painterly-graphic compositions in their own right and, in a surprising twist, rearranged in a sculptural and discursive way. The title 5 is a different 1 summarizes such an approach in the form of a slogan.
The work is inspired by Andy Warhol’s pop position Marilyn of a modern icon. From an almost void and ante-chamber of imagery, it is contrasted with this model of an angel of a very different kind. As a consequence it carries neither the name Marjorie, nor Cameron – what enters the stage is at best: Marjolyn.

The exhibition is accompanied by a catalogue with a short essay by Andreas L. Hofbauer in a limited edition of 150 copies. Artist and author will be present at the opening.

Scrying

 

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Canvassing the profound realms of beauty and sublime with Bob Rutman. Pic by Monique Schramm.

Röcke tragen // Kleider tragen

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Hosen sind zwei gegabelte Röhren, die fuglos in einem oben offenen, schnür- und füllbaren Hüftsack enden. Die internationale Mode- und Bekleidungsindustrie spricht daher von bifurcated garments. Ob diese Röhren nun mit je einer Bügelfalte versehen werden oder aber mit keiner spielt nur eine unwesentliche Rolle. Üppigere Drapierungen oder Fältelungen sind nicht zu erwarten. Während sich noch in der griechischen Antike die Bekleidung von Männern (chlamys / himation) und Frauen (peplos / chitón) bestenfalls durch die Saumlänge unterschied, ist das nun schon seit geraumer Zeit anders. Tragen Männer Kleider oder Röcke, die in der Regel für Frauen gefertigt wurden, dann öffnet sich sofort ein gewaltiges Feld, das bevölkert ist mit Fetischen, Geschlechterdifferenzen, Transvestiten, Perversionen, Crossdressing, Homo-, Hetero oder Transsexualitäten. Dieses wird dann immer noch gerne mit der Sehhilfe einer Psychoanalyse überschaut, die schon länger keinen Optiker gesehen hat. Entbergung und Verbergung, Ordnung des Schleiers und Ordnung der Einhüllung; egal ob das Objekt verborgen wird oder der Objektmangel – es bleibt bei einer Logik des Blicks und der Sichtbarkeit von Objekten. {…} Wir dürfen uns [aber] einen erotisch begeisterten Menschen denken, dem das Eintauchen in das Kleid dem Betreten einer hermetischen Kammer oder dem Angespült-werden an den Strand einer Insel gleicht. Sensorische Erfahrungen kollabieren und durchmischen sich, da der andere aufhört, die Ränder und Übergänge der Welt zu sichern. Die das ganze Feld bedingende Wahrnehmungsstruktur gerät ins Schwanken dort, wo, im Zurücktreten des anderen, Bewusstsein und Objekt anfangen eins zu werden. Ein solcherart leidenschaftlich Begabter lässt daher die Gabelung hinter sich, wenn er sie gegen das Kleid tauscht. Er erprobt ein disinvestment hinsichtlich der Dichotomie. Das Kleid, das er zu werden beginnt, wird gewissermaßen vom Chaos, vom Wirbel, erfasst; es gleicht nun auch einem Resonanzkleid, das wie eine Membran die pulsierenden Lineaturen aufnimmt und sie in Intensitäten verwandelt. Will man auditiv fassen, dann „raschelt“ und „rauscht“ ein Kleid grundsätzlich. Die pathische Apprehension (Guattari) die hier ins Spiel kommt, wird vom Nicht-Organischen aufgeschlossen, das ein solches Begehren ergreift und kapert, ohne sich sofort wieder entlang der eingefahrenen Organisationsordnung der Fetisch-Lust einfangen zu lassen. [Auszug]

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Original photography by Andy Tan. Model: Jelle Haen (Future Faces)

Dawn of the Hermetics II (aka Ordered by Dancing Leeks)

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Pics by René Luckhardt, Andrew Gilbert & Bettina Sellmann. Bar Babette / Berlin / January 2013. The new Hermetics forthcoming by night.

Impossibilité d’être au monde (Antonin Artaud)

Upcoming SPCTR

Respect SpectrE