feel – Zwei Novembernächte (extract)

In commemorance of Franz Schubert, Owen Chase, Ferdinand Maximillian Joseph of Austria, Rev. Jim Jones and the ARTIST AS A YOUNG BOY. Dedicated to my son and Atropos – the one who cuts the thread.

Mise-en-scène: Bodo Sperr, Actors: Marius Mittag • DANA • Mike Giordano • Antje Jülich • Gerald Koenig • Sebastian Tyroller • Maggy Domschke • Bea Van den Bergh, Camera: Jan Borchert

Production took place in June 2012, Kleiner Wasserspeicher (Prenzlauer Berg / Berlin)

REV. JIM JONES
Wir schreiben Löcher in die Welt. Ja, wir sind sogar diese in die Welt geschriebenen Löcher. Nicht dazu da, mit den Träumen der anderen gefüllt zu werden, Fluchtorte für ihre Phantasien zu sein, Bergungsstätten – nein: nichts weiter als bloße unfruchtbare leere Löcher.

OWEN CHASE
Der Traum eines jeden großen Regisseurs, nicht wahr?

Die Geherin / The Walker

Nur den Niedertritt konnte man hören, nicht das Aufheben des Fußes. Beim Hören ist eine Lücke nötig, eine ganz kleine Pause. Hier erstirbt der Ton. Beim Sehen des Perpendikels gibt es einen Ruhepunkt für den Perpendikel, wo seine Bewegung umdreht. (Friedrich Nietzsche)

Räume und Architekturen formen. Schrittweise werden Körper mit Informationen versorgt, die sich aus Physik und Geschichte der jeweiligen durchquerten Orte speisen. Die „Geherin“ macht Kraftfelder, die auf jeden einzelnen einwirken, synästhetisch sichtbar. Vergangene Ereignisse werden wachgerufen, Orte, Szenen und Schicksale erinnert, Visionen für Zukünftiges entworfen. Sie ist Motor einer Plastik, die das Soziale physiologisch begreift und Geschichte fortschreibt. Psychogeografie.